Absoluter Kult: Die Vespa Ciao

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Die Firma Piaggio ist ein weltbekannter Fahrzeugbauer mit Sitz im italienischen Pontedera. Gegründet wurde die Firma 1884 von Rinaldo Piaggio. In den ersten Jahrzehnten beschäftigte man sich hauptsächlich mit Flugzeugbau. Als aber während des Zweiten Weltkriegs die Fabrikation vollständig zerstört wurde, musste Piaggio einen Neuanfang starten. Man zog sich vom Flugzeugbau zurück und schrieb sich auf die Fahnen, das Nachkriegsitalien mit erschwinglichen Fahrzeugen zu motorisieren. 1946 wurde der Motorroller Vespa auf den Markt gebracht. Dieser wird noch heute in modernisierter Variante gebaut und genießt absoluten Kultstatus. Es folgte 1948 der dreirädrige Transporter Ape. Später entwickelte man einen Kleinwagen, den Vespa 400 und weitere Transporter. 1967 brachte Piaggio das als Vespa Ciao bekannte Mofa im Stile eines Motorrollers auf den Markt. Die eigentlich richtige Bezeichnung wäre aber Piaggio Ciao. Im Laufe der Zeit hat sich der Begriff Vespa jedoch weitestgehend zum Synonym für den Firmennamen Piaggio entwickelt. Deshalb spricht man auch von der Vespa Ciao.

Mofa steht als Abkürzung für motorisiertes Fahrrad. In den 1960er Jahren gab es die ersten Serienproduktionen von Mofas. Diese Fahrzeuge waren von Anfang an bei den Jugendlichen sehr beliebt. Dies liegt daran das man schon im jugendlichen Alter mit verschiedenen Einschränkungen eine Fahrerlaubnis für das Mofa erhielt. Eine dieser Einschränkungen war die Drosselung der Höchstgeschwindigkeit auf 25 km/h. Geschickte Bastler konnten diese Drosselung aber häufig aufheben, was natürlich nicht legal ist und vom Gesetzgeber empfindlich bestraft wird.

Mofas besitzen einen in der Regel einen Zweitaktmotor, so auch die Vespa Ciao. Ähnlich dem Fahrrad befinden sich am Mofa Pedale. Diese werden aber zum Anlassen benutzt. Hier bildet die Vespa Ciao allerdings eine Ausnahme. Man kann bei diesem Modell vom Keilriemenantrieb in den Tretkurbelbetrieb umschalten. Außerdem ist der Antrieb der Vespa Ciao im Vergleich mit anderen Mofas als besonders Leise und sehr robust bekannt.

Die Hauptzeit hatte das Mofa in den 1960er und 1970er Jahren. Schon in den 1980er Jahren ging der Trend rapide zurück, da die geringe Geschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde die Gefährte uninteressant werden ließ. Dennoch entwickelt die Firma Piaggio bis heute immer neue Modelle der Vespa Ciao und führt auch zahlreiche andere moderne Mofas im Sortiment.

© Peter Kim – Fotolia.com

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